Sopran ist die höchste Stimmlage, die Menschen singen können, und sie wird vor allem von Frauen gesungen. Manchmal schaffen auch Jungen vor dem Stimmbruch diese Stimme, und früher wurde die Rollen auch von Kastraten besetzt.

Meistens wird Sopran ila-soprano-montserrat-caballem Tonumfang von c’ bis zu a’’ gesungen, wer aber eine gut ausgebildete Stimme hat, wird auch wesentlich höher kommen. Eine der berühmtesten Sopranistinnen war Montserrat Caballé, die wahre Musikgeschichte geschrieben hat. Und natürlich darf man nicht Maria Callas vergessen. Das Wort Sopran stammt übrigens aus dem Italienischen und bedeutet “Über” – damit ist gemeint, dass diese Stimmlage über allen anderen ist.

Sopranistinnen müssen natürlich hoch singen können, es werden aber auch tiefe Töne verlangt, meistens das tiefe F. Dafür gibt es aber wenige Rollen, weil diese dann meist mit Mezzo-Sopran-Stimmen besetzt werden.

In der Oper ist die Sopranstimme meist die Stimme der Hauptbesetzung und trägt auch das Thema. In der Kammermusik gilt die Sopranstimme als diejenige, die das meiste Können abverlangt. Um Sopran zu erreichen, bedarf es Talent, die körperlichen Voraussetzungen und vor allem viel Übung. Die meisten Partien werden in C♯6 or D6 gesungen, und dafür braucht es schon einiges an Erfahrung.

Sopransängerinnen müssen ständig ihre Stimme trainieren, sie müssen aufpassen, dass die Stimmbänder nicht zu sehr beansprucht werden und natürlich darf man sich nicht erkälten. Gerade beim Sopran merkt man sehr schnell, ob eine Sängerin nicht hundertprozentig fit ist.

Die Sopranstimme entlarvt aber auch schnell, ob jemand sie singen kann oder nicht: Wer es nicht kann, dessen Stimme bricht in den hohen Tönen schnell ab und zusammen, nicht gerade zur Freude des Publikums.

In der Oper, Operette und in Singspielen werden meist Koloratursoprane und Soubretten eingesetzt. Dabei handelt es sich aber nicht allein um Bezeichnungen des Tonumfangs, sondern auch um die Art und Weise wie eine Rolle gespielt wird. Soubretten besetzen meist die etwas komischeren und lustigen Rollen, während man den Koloratursopran für eher ernste Rollen einsetzt. Die Koloratursoubrette wiederum ist stimmgewaltig, kommt aber noch höher als die Soubrette.